
Starker Schneefall hat in Hanau am Wochenanfang zu großen Einschränkungen im Verkehr und zu Verzögerungen bei der Müllabfuhr geführt. Die Stadtverwaltung betont, dass der Winterdienst die wichtigsten Verkehrswege priorisiert hat und die Situation trotz anhaltenden Schneefalls nach Ansicht des Oberbürgermeisters insgesamt gut bewältigt wurde.
Einsatzlage und Räumkonzept
Nach Angaben der Stadt waren ab 5 Uhr 41 Einsatzkräfte im städtischen Winterdienst unterwegs mit dem Ziel, die wichtigsten Straßen zum Beginn des Berufsverkehrs passierbar zu halten. Die Einsatzleitung begründete die späte Konzentration auf diese Zeiten damit, dass ein früherer Beginn unter den Bedingungen zu einem raschen Wiederzuschneien der Straßen bis etwa 6 Uhr geführt hätte.
Im städtischen Räumplan sind deutlich mehr Straßen vorgesehen als jene, für die eine gesetzliche Räumpflicht besteht. Die Stadt räumt verkehrswichtige Hauptstraßen vorrangig. Untergeordnete Anlieger und Wohnstraßen werden nach städtischer Praxis in der Regel nicht vom Winterdienst behandelt.
Müllabfuhr und Nachholtermine
Wegen der Witterung mussten Mülltouren aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden. Ab 8.30 Uhr unterstützten deshalb zehn Fahrerinnen und Fahrer der Müllabfuhr die Winterdiensteinsätze. Die Leerungen fielen am Dienstag aus und sollen laut Stadt bis Ende der Woche sowie zusätzlich am Samstag nachgeholt werden. Die Behälter sollen deshalb stehenbleiben. Diese Regelung gilt auch für Sperrmüll.
Am Dienstag waren nach Angaben der Verwaltung 41 Mitarbeitende des Winterdienstes und 35 Mitarbeitende der Müllabfuhr im Einsatz, um die Straßen von Restschnee zu befreien.
Pflichten der Grundstückseigentümer und Hinweise der Stadt
Die Stadt erinnerte Eigentümerinnen und Eigentümer an ihre Pflicht zur Räumung und Abstumpfung von Gehwegen und Überwegen bei Schnee und Glätte. Besondere Aufmerksamkeit solle älteren Menschen, Menschen mit Behinderung und Kindern gelten. Für Gehwege gelten feste Zeiten und Mindestbreiten, auch in Fußgängerzonen. Der Einsatz von Salz ist grundsätzlich nicht erlaubt. Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 1000 Euro geahndet werden.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky dankte den eingesetzten Kräften und wandte sich mit der Bitte um Verständnis und Vorsicht an die Bevölkerung. Er räumte ein, dass die Geschwindigkeit der Räumarbeiten nicht immer allen Beobachtenden genügen kann, hob aber zugleich das besonnene Verhalten vieler Bürgerinnen und Bürger hervor.
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