
Baugesellschaft Hanau GmbH und die OXG Glasfaser GmbH haben den schrittweisen Ausbau von Glasfaseranschlüssen für knapp 4.000 Wohnungen angekündigt. Das Projekt soll in mehreren Bauabschnitten beginnen und nach Plan bis Ende 2028 dafür sorgen, dass etwa 90 Prozent des Wohnungsbestands der Baugesellschaft über einen Glasfaseranschluss verfügen.
Projekt und Beteiligte
Die Baugesellschaft Hanau GmbH, Betreiber von rund 4.264 Wohnungen im Rhein Main Gebiet, arbeitet bei dem Vorhaben mit der OXG Glasfaser GmbH zusammen. OXG übernimmt Planung, Ausbau und den dauerhaften Betrieb des Netzes. Oberbürgermeister Claus Kaminsky, zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats der Baugesellschaft, bewertete den Ausbau der digitalen Infrastruktur als zentral für die Zukunftsfähigkeit der Stadt und als Beitrag zur Verbesserung von Wohn und Arbeitsbedingungen vor Ort.
Die Geschäftsführerin der Baugesellschaft, Mirja Dorny, betonte, dass ein leistungsfähiger Internetanschluss heute ein wesentlicher Bestandteil zeitgemäßen Wohnens sei. Sie verwies zudem auf die bestehende Zusammenarbeit mit Vodafone, die nun im Rahmen von OXG fortgeführt werde.
Zeitplan und Umsetzung
Der Ausbau soll in den kommenden Wochen anlaufen und in mehreren Abschnitten erfolgen. Ziel ist, bis voraussichtlich Ende 2028 rund 90 Prozent der Wohnungen des Bestands mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Die Mieterinnen und Mieter werden über anstehende Maßnahmen informiert, beispielsweise durch Aushänge im Haus und schriftliche Mitteilungen. Ein erstes Informationsschreiben wurde bereits zu Jahresbeginn versandt. Während der Bauphase soll versucht werden, Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten.
Bestehende Internetanschlüsse bleiben nach Angaben der Verantwortlichen weiter nutzbar. Sobald Glasfaser in einer Wohnung verfügbar ist, besteht die Möglichkeit, auf die neue Technologie umzusteigen.
Technik und Geschäftsmodell
OXG ist ein Joint Venture, das im März 2023 von Vodafone und Altice gegründet wurde. Beide Unternehmen halten jeweils 50 Prozent der Anteile. OXG plant, eigenwirtschaftlich mehrere Millionen Glasfaseranschlüsse in Deutschland auszubauen und investiert dafür nach eigenen Angaben hohe Summen in die Infrastruktur. Glasfaser wird dabei als energieeffizientere Alternative mit niedrigeren CO2 Emissionen dargestellt.
Das Netz von OXG folgt dem Prinzip offener Netzzugänge. Bereits angekündigte Anbieter, die das Netz nutzen sollen, sind unter anderem Vodafone, 1&1, Bahnhof Nätverk, die Thüringer Netkom und Plusnet. Eigentümerinnen und Eigentümer sollen einen Anschluss ohne direkte Ausbaukosten erhalten. OXG finanziert demnach den Aufbau der Infrastruktur und refinanziert die Investitionen später über Entgelte, die Internetanbieter für die Nutzung des Netzes zahlen.
Erwartete Auswirkungen
OXG sieht das Projekt als Auftakt für einen flächendeckenderen Ausbau in Hanau und benennt als Ziel, langfristig rund 30.000 Haushalte in der Stadt anzubinden. Für die Baugesellschaft geht es neben der technischen Modernisierung auch um eine Steigerung der Wohnqualität für ihre Mieterinnen und Mieter. Für die Stadt erhoffen die Beteiligten eine Stärkung des Standorts durch bessere digitale Infrastruktur.
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